Tsang Kin Wah

Werke

Interior, schwarz auf weiss
Titel: Interior, schwarz auf weiss
Technik: Siebdruck auf Leinwand, UNIKAT
Jahr: 2007
Grösse: 125 x 95 cm
Status: erhältlich
I love You, rot auf weiss
Titel: I love You, rot auf weiss
Technik: Siebdruck
Edition: Nr. 4 von 9 Stück
Jahr: 2005
Grösse: 96,5 x 63,5 cm
Status: erhältlich
I love You, schwarz auf weiss
Titel: I love You, schwarz auf weiss
Technik: Siebdruck auf Leinwand
Jahr: 2006
Grösse: 120 x 120 cm
Status: nicht erhältlich
Interior, rot auf weiss
Titel: Interior, rot auf weiss
Technik: Siebdruck auf Leinwand
Jahr: 2006
Grösse: 125 x 95 cm
Status: nicht erhältlich

Vita

Musterserien 2003 – 2006

Kombiniert man die obszöne Sprache (Text) und das Blumenmuster (Bild) und ordnet man den Text in Form von Blumen und Pflanzen an, welche wirbelnd durch den Raum laufen, so kann man ihre organische Stärke zum Ausdruck bringen, die sowohl innerhalb der Natur als auch des Menschen ein weiteres Angebot an Interpretationen bietet, in dem das eigentliche Bild nur die Verzierung ist.

Die Oberfläche des Texts (die obszöne Sprache) und die zugefügten Emotionen sind das Verborgene und das Fundament des Ganzen. Die Schreie sind präsent im Raum, aber sie erscheinen und existieren nur in Gedanken nachdem sie realisiert wurden. Nach verschiedenen Interpretationen würde sich ein traditionelles chinesisches Muster grundsätzlich ändern und es schiene als ob es zu einem anderen Stil gehören würde.

Ohne das nötige geschichtliche Hintergrundwissen würde dies wahrscheinlich niemand merken oder realisieren.

„Die Wahl des Musters aus dem 19. Jahrhundert für meine Musterserien ist eine Anspielung auf den geschichtlichen Hintergrund Hongkongs.“

Chinesische Künstler bieten neue lnterpretationsmöglichkeiten, dadurch dass sie dem britischen Design einen Unterton der Chinoiserie gegeben haben. Es wirkt elegant, beinhaltet aber eigentlich verschiedene Ausdrücke, wie zum Beispiel, Angst, Eifersucht, Hass, etc.. All diese existieren innerhalb des Raumes um das Individuum herum, welches eventuell unterdrückt oder ignoriert wurde.

Ohne einen genaueren Blick würden dem Betrachter diese Nachrichten, Stimmen und Schreie, welche nun mal zu jedem Einzelnem gehören, entgehen. Durch das Hinterfragen dieser längst akzeptierten, geglaubten und bevorzugten Konzepte, Regeln und Normen wird ein Raum für das Nachprüfen der Normalität dieser Konzepte geschaffen, welche wir anderen und der Gesellschaft lehren.

Diese Befragung hilft uns außerdem dabei, alles aus einer anderen Perspektive zu betrachten und zu bedenken, die wir bisher möglicherweise verpasst oder ignoriert haben.

Der Künstler wird zum Manipulator der Zeichen anstatt zum Produzent von Kunstprojekten, der Betrachter eher ein aktiver Leser der Nachrichten als nur ein passiver Betrachter der Ästhetik oder ein Konsument des Spektakels.

Für mich hat sich Kunst nicht von der Welt emanzipiert, sondern spiegelt sich eher in ihr, beziehungsweise ist mit ihr verlinkt. Dadurch dass wir so viel in Frage stellen und über das nachdenken, woran wir gewöhnt sind und was um uns herum passiert, über die Legitimität bevorstehender Dinge, Konzepte und Glauben, dadurch dass wir antike Kompositionen zeigen, welche sich stark von den Existierenden unterscheiden und das Klassische und Elegante mit dem Vulgären und weniger Zufriedengebenden, wird der Betrachter eines Bildes dazu angeregt, Legitimität, Autorität und Authentizität der bestehenden Perspektiven und Ideen aus einer anderen Sichtweise zu betrachten und sie zu überdenken.

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