Guo Jin

Werke

Dun Dun No.1
Titel: Dun Dun No.1
Technik: Litographie Edition: 165 von 220 Stück
Jahr: 2008
Grösse: 100 x 78 cm
Motiv: 89 x 68 cm
Status: erhältlich

Vita

Die beiden Brüder Guo Wel und Guo Jin gehören zu den erfolgreichsten Künstlern, die die renommierte Sichuan Academy of Fine Arts absolviert haben. Guo Jin (geb. 1964 in der Provinz Sichuan) malt wunderbare Landschaften mit Vögeln, die mit einer ganz eigenen Lyrik die traditionelle chinesische Malerei neu zum Leben erwecken. Charakteristisch für seine Bilder ist die Schicht „Rost“, die sich wie ein Schleier über die Darstellungen legt und deren haptische Oberfläche ihnen einen skulpturalen Charakter verleiht.

Guo Jins zarte Malerei ist darauf angelegt, die Poesie der Figuren herauszuarbeiten. Seine filigranen Interpretationen klassischer Themen verzaubern das Publikum. Obwohl er sich z. B. bei den Bildern von Vögeln in der Natur inhaltlich auf schon Existierendes bezieht, tragen sie ganz deutlich die Handschrift des Künstlers.

Verglichen mit der rauen, aggressiven Energie seines Bruders wirken die poetischen Bildwetten Guo Jins fast zaghaft, doch schafft er Momente voller Schönheit und Romantik, ohne je in die Sentimentalitätsfalle zu tappen. Eine Malerei, die traditionelle Inhalte chinesischer Malerei mit westlichen Einflüssen verbindet Guo Wei (geb. 1960 in der Provinz Sichuan) stellt seit 1988 international aus. Auf dem ersten Blick wirken seine realistischen Bilder wie Photographien, doch stellt man bei näherer Betrachtung überraschende Deformationen und unscharfe Gesichtsausdrücke fest Während er in seinen frühen Arbeiten hauptsächlich Kinder darstellt, kreisen seine neueren Bilder um jugendlichen Egoismus und Übermut. Aber so distanziert die Bildinhalte auch scheinen mögen, handeln sie doch von persönlichen Gefühlen. Guo Weis Portraits seiner Tochter und ihrer Freunde in monochromen Grautönen strahlen sowohl Vertrautheit als auch Wildheit aus und haben oft eine verstörende Wirkung. Man wird mit grimmassierenden jungen Mädchen konfrontiert, deren aggressive Gebärden sowohl auf den Maler als auch auf das Publikum abzuzielen scheinen. Ihre Destruktivität wird von brillanten Kompositionen und provozierenden Themen getragen.

Während Guo Jin in seinen Arbeiten die Vergangenheit beschwört,ohne dabei nostalgisch zu werden, eröffnet Guo Wel mit seinen harten, heftigen Portraits chinesischer Jugendlicher eine zutiefst originelle Perspektive. Ersterer wagt sich, geschult an der westlichen Kunstgeschichte, an die traditionelle chinesische Malerei, während sein Bruder die existenziellen Ängste der Jugend in China dokumentiert- und damit stellvertretend der Jugend überall auf der Welt.

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