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Zhang Xiaogang gilt als einer der bedeutendsten Maler Chinas.  Seit über zehn Jahren arbeitet Zhang an einer Serie von Ölbildern nach alten Familienfotos, die während der Kulturrevolution aufgenommen wurden. Die Serie „Bloodlines: Big Family“ (Stammbaum: Die große Familie), die er Anfang 1990 begann, ist inzwischen zu seinem Markenzeichen geworden. 2007 erzielte eines seiner Bilder bei einer Auktion 3,8 Millionen Dollar, ein Rekordpreis für das Werk eines noch lebenden chinesischen Künstlers. Nach seinem Abschluss an der Kunstakademie Sichuan in den 80ern tat sich Zhang als einer der Protagonisten der sogenannten „Sichuan Schule“ hervor, die in ihrer Malerei surrealistische, folkloristische und psychologische Elemente verbanden. Später entwickelte er mit den „false portraits“ (unwahre Portraits), in denen er die Kluft zwischen privatem und öffentlichem Leben während und nach der Kulturrevolution untersucht, einen subtileren Stil unter Verwendung vieler Farben. In seinen Personendarstellungen setzt Zhang Elemente wie Schatten, verschwommene Umrisse und wässrige Augen geschickt ein. Die Portraitierten weisen oft identische Gesichtsmerkmale auf, was den kollektiven Charakter sowohl der chinesischen Familie als auch der gesamten Kultur symbolisiert. Mit der Kulturrevolution, so legt Zhang nahe, hat sich China in eine verstörende Meute verwandelt. Der Künstler lebt und arbeitet in Peking.

 

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