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Als junger Mann war Zeng Fanzhi so sehr von europäischen Expressionisten beeindruckt, dass seine frühe Malerei hauptsächlich expressionistisch war. Er wurde kurz vor Beginn der Kulturellen Revolution geboren und seine Erfahrungen als Problem belastetes Kind während dieser Zeit haben seine Weltansicht und somit seine Kunst beeinflusst. Allerdings ist Zeng Fanzhi kein Maler der sozial-realistischen Kritik. Seine Kunst ist eine Darstellung des Individuellen und der individuellen Abgrenzung der Masse. Am besten bekannt ist er für seine Serie der Maskenmalerei, die er ausschließlich zwischen 1994 und 2000 durchführte. Figuren schauen aus der Leinwand heraus, verborgene Gesichter hinter diesen stilisierten Masken, ein klarer Hinweis auf die Unterscheidung zwischen der inneren Natur des Menschen und der metaphorischen Maske, die der Welt gegenüber steht. Oft tragen die Charaktere in den Gemälden kleine rote Halstücher, gekennzeichnet als junge Pioniere als Zeichen des revolutionären Eifers. Trotz seines beispielhaften Benehmens als junger Mann, wurde Zeng Fanzhi niemals ausgezeichnet, was er immer wieder in seinen Gemälden verarbeitet. In letzter Zeit verschwinden die Masken und die Halstücher, aber die einzelne Figur bleibt, nun immer öfter dargestellt in einer gestischen Landschaft. In diesen neueren Bildern benutzt Zeng bis zu fünf Pinsel in einer Hand. Einen kontrolliert er, während die anderen frei über die Oberfläche des Bildes streifen. Der Nachdruck seiner Pinselstriche verdecken teilweise die Figur, doch die Einsamkeit und die Getrenntheit bleibt.

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